Bindungsbasierte Beratung

Mein Zugang zu bindungsbasierter Begleitung und Beratung

Ich durfte mich in mehreren bindungs-, beziehungs- und entwicklungsfördernden Ansätzen fachlich vertiefen. Mein Zugang, bindungsbasiert zu beraten und zu begleiten, fußt auf der Integration dieses erworbenen tiefergehende Wissens über die Bindungstheorie und ihrer Bedeutung für alle Alters- und Entwicklungsstufen des Menschen. Dies findet auf vielfältige Weise Anwendung in der Begleitung von Menschen. Mit diesem Zugang ist es mein Bestreben, in meiner Haltung und in meinem Handeln den Aspekt von Bindung kontinuierlich miteinzubeziehen. Hierbei verbinde ich in meiner Arbeit bindungs- und beziehungsbasierte Zugänge mit evidenzbasierter Achtsamkeit sowie Ressourcen- und Körperorientierung.


Ich bin dabei die individuelle Berechtigung zur Ausübung der Lebens- und Sozialberatung (auch bekannt unter Psychologische Beratung/ Psychosoziale Beratung) zu erlangen. Hierzu befinde ich mich in den Endzügen des Anerkennungsprozesses und bin Psychologische Beraterin in Ausbildung unter Supervision.

Für wen und wann kann eine bindungsbasierte Begleitung und Beratung hilfreich sein?

In der Beratung und Begleitung in der peri- und postnatale Zeit im Säuglings- und Kleinkindalter:


Bindungsbasierte Begleitung und Beratung soll Eltern dabei unterstützen, die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder – speziell auch im Hinblick auf die Bindungsentwicklung besser wahrzunehmen und in Folge dann auch durch feinfühliges Interaktionsverhalten zu fördern. Das legt den Grundstein für eine positive Bindungsentwicklung.

In der Beratung und Begleitung von Schulkindern und Jugendlichen:


Gerade auch wenn aus kleinen Kindern Schulkinder und später Jugendliche werden, sollten wir Bindung und Beziehung nicht aus dem Blick verlieren. Kinder und Jugendliche wollen nicht nur mit uns verbunden sein - genauso brauchen sie dann auch die Möglichkeit, über sich selbst hinaus wachsen zu können. Auch das gehört zum Heranwachsen dazu. Bindung und Autonomie sind jene zwei Pole, zwischen denen wir uns alle unser ganzes Leben lang bewegen. Indem wir Kindern Wurzeln und Flügel geben, können sie sich ihnen gemäß entwickeln und sich ihre Integrität bewahren. Sie haben so die Chance, sich zu selbstsicheren und lebendigen Menschen zu entwicklen, die es mit den Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringt, flexibel und kreativ aufnehmen können. Mit diesem Blick können Verhaltensweisen dann auch leichter verstanden und übersetzt werden und wir können Kinder und Jugendliche gut in ihrer Entwicklung begleiten.

In der Beratung und Begleitung von Erwachsenen:

Denn auch heute erwachsene Menschen haben sich in einer Bindungsbeziehung entwickelt und sind unter diesem Einfluss zu jenen geworden, die sie heute sind. So macht es Sinn, die aktuellen Herausforderungen des Lebens auch unter diesem Blickwinkel zu betrachten und dies in Beratung und Begleitung miteinzubeziehen.

 

„Wie auch immer die Frage lautet, das Lernen von Verbundenheit ist ein großer Teil der Antwort.“

(Hoffman, Cooper & Powell, 2019, S. 67)

Eine bindungsbasierte Haltung

Gerade in in der Begleitung und Beratung von Familien  ist für mich die Unterstützung bei der Herstellung eines bindungsfördernden Rahmens ausschlaggebend. Damit halt gebende Beziehungen sich entwickeln und festigen können. Denn nur so können langfristige und nachhaltige positive Entwicklungen eingeleitet werden.

Ganz grundlegend ist ein bindungsbasierter Zugang eine Haltung – die Art und Weise wie man Menschen sieht und mit Menschen umgeht. Dies prägt mein Denken und meine Handlungs- und Arbeitsweise mit Groß und Klein.

Mein Angebot


Von Anfang an unterstütze ich Eltern in den unterschiedlichen Alterstufen ihres Kindes durch bindungsbasierte Begleitung und Beratung dabei:

  • die Gefühlswelt ihres Kindes besser zu verstehen, indem Sie lernen, ihre emotionalen Bedürfnisse zu verstehen
  • ihr Kind in seinen Gefühlen zu begleiten (dem kindlichen Entwicklungsstand gerecht)
  • die Entwicklung des Selbst(wert)gefühls ihres Kindes zu fördern
  • von der Baby- bis hin zur Teenagerzeit so auch besser zu verstehen, welche emotionalen Bedürfnisse ihr Kind mit seinem Verhalten ausdrückt und wie sie ihr Kind hier begleiten können
  • sich auch (wieder) mit sich selbst mehr verbunden zu fühlen und somit auch besser mit ihren Kindern in Verbindung gehen zu können

Im Kontext der Begleitung und Beratung von Familien ist es mir deshalb ein besonderes Anliegen, den Eltern und Bezugspersonen einerseits bindungsspezifisches Wissen und relevante Erkenntnisse für das Leben mit Kindern weiterzugeben und diese aber nicht zuletzt für sie in ihrem Leben erleb-, spür- und umsetzbar zu machen. Das heißt, dass dies dann auch in das Handeln und den Alltag mit Kindern und Jugendlichen übersetzt und Verhaltensweisen aus dem Blickwinkel der Bindung verstanden und beantwortet werden können. Aber auch, dass Erwachsene ihr eigenes Verhalten in der Eltern-Kind-Beziehung aus Bindungssicht besser verstehen und reflektieren können und auch Schritt für Schritt mit sich selbst (wieder) in Kontakt kommen können. Es geht also um das WIE im Leben als Familie. Sodass Kinder in Geborgenheit heranwachsen können. Denn eine (überwiegend) sichere Bindung schafft eine gute Basis für das ganze Leben.

Erst Vertrauen schafft Verbundenheit und sie ist die Kraft, die uns trägt.

Literatur:

Hoffmann, Kent, Cooper, Glenn & Powell, Bert. Aufwachsen in Geborgenheit: Wie der „Kreis der Sicherheit“ Bindung, emotionale Resilienz und den Forscherdrang Ihres Kindes unterstützt. Arbor, 2019.